Freitag, 30. September 2016

25.09.2016 - 30.09.2016

25.09.2016
Eine Schlange am Morgen! Gleich zum Frühstück entdecken wir eine dicke Schwarze in unserer Nähe. Eine Rotbauchschwarzotter, kann bis 3 m lang werden, sie ist nicht ungefährlich, aber auch nicht aggressiv.
Das scheint hier eine giftige Ecke zu sein, wir packen mal lieber zusammen.
Das nächste Ziel ist der zweitgrößte Wasserfall Australiens, der Wollomombi Fall. Sehr hübsch und wir fahren weiter bis Armidale (20.000 Einwohner). Man muss nicht in die Wüste fahren um einsam zu sein, Armidale reicht. Sonntagnachmittag, Nieselregen, die Stadt ist wie leergefegt. Nichtmal ein Café hat geöffnet.


26.09.2016
Wieder einmal einen halben Tag dem Auto geopfert. Der Autoverwerter hat das bestellte Ersatzteil, sogar ein ganz neues! Super, Geld gespart dachte ich und bau es gleich ein. Aber der Zeiger vom Tacho macht keinen Zuck. Wir fahren von einer Werkstatt in die andere und niemand hat wirklich Interesse den Fehler zu finden. Wir bekommen nur gute Ratschläge. Was mir am Besten gefallen hat, war der Vorschlag mit dem Drehzahlmesser: steht der auf 2000 Umdrehungen im 5. Gang, fahren wir 80 km/h! Bei 1500 Umdrehungen müssten es 60 km/h sein usw. Ganz einfach :-) Ob ich mir das alles merken kann?
Das war ein ernst gemeinter Vorschlag in einer Werkstatt!! Kein Witz!
Den ganzen Abend machen wir Zukunftspläne. Wir haben Internet und können in fremden Reiseblogs lesen, das ist sehr hilfreich für die eigene Planung.
Die Zeit vergeht schnell und in 8 Wochen ist Australien für uns Geschichte. Am 21.11.2016 fliegen wir nach Neuseeland, am 15.01.2017 weiter zu den Cook Inseln, Rarotonga und Aitutaki, für 10 Tage. Von dort nach Bali.
Ich bin so in Fahrt und buche gleich alle Flüge und ein paar Hotels bis Bali.
Unseren Reiseplan stellen wir mal mit online.
Das wir in der Zyklon Saison in die Südsee fliegen wissen wir, auch das es öfter regnen kann. Aber doch bestimmt nicht wenn wir dort sind ;-)
Auf den Cooks werden wir nach über einem Jahr wieder in einem richtigen Bett schlafen! Darauf freuen wir uns jetzt schon! Es heißt ja, man gewöhnt sich an alles, aber 95 cm Bettbreite in unserem Auto für uns zwei ist ganz klar zu wenig ;-)


27.09.2016
Auf zum Fluggebiet Elisabeth Beach. Der Wetterbericht verspricht ab Mittag guten Wind und Sonnenschein. Also 200 km die Küste runter und was ist - der Wind bläst in Sturmstärke von der falschen Seite, dazu noch leichter Regen. Es soll wohl nicht sein.
Aber etwas Gutes gab es heute, der Tacho zuckt wieder. Nicht immer, aber ab und zu geht er wieder. Lassen wir ihm noch etwas Zeit ;-)  


28.09.2016
Wir sind noch in der Nähe vom Elisabeth Beach, das Fluggebiet ist schön und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Die Sonne scheint und es ist warm, nur der Wind bläst erbarmungslos von hinten.
Wir üben uns im Extremrelaxen und bummeln am Strand rum. Das Wasser ist unglaublich klar und verlockt uns zum Baden. Aber saukalt, nach 2 min beginnt bei mir alles abzusterben und ich setze mich in die Sonne bis der Schmerz nachlässt.


29.09.2016
Heute morgen haben wir Sturm und Regen und müssen das Frühstück ins Auto verlegen. Die Vorhersage verspricht nichts Gutes, die nächsten 3 Tage kein passender Wind. Das wird hier nichts mit der Fliegerei. Wir packen zusammen und machen uns auf nach Manilla. In den Bergen bei 1200 m Höhe liegen die Wolken auf, es regnet und ist 8 Grad warm.


30.09.2016
Wir stehen auf dem Mount Bohra bei Manilla. Die Wolken sind höher und es regnet nicht, nur der Sturm stört. Die Startplätze sind fantastisch! Sehr großzügig, ohne Hindernisse und mit Kunstrasen ausgelegt. Auch der Empfang im Fliegercamp war sehr nett. Godfrey, der Chef der Flugschule hier, ist Österreicher. Er erzählt uns, das wir gerade eine für diese Zeit ungewöhnliche Wetterlage erleben. Ein starkes Tiefdruckgebiet was es so seit 50 Jahren nicht gab. Große Teile von NSW und Viktoria hatten tagelang keinen Strom, da der Sturm die großen Masten umgelegt hat.
Godfrey bietet uns an, auf dem Berg bei einem der Startplätze zu übernachten. Das machen wir und haben eine tolle Aussicht und Sonnenuntergang. Morgen früh, nach dem Frühstück und dem herzlichen Gratulieren zum Geburtstag (Heike hat), fahren wir in nördliche Richtung ca. 500 km. Da kann man Opale finden und wir müssen unsere Reise ja auch irgendwie finanzieren ;-)
Aktuell stehen wir übrigens bei 57,70 €/ Tag und sind genau 270 Tage in Australien.
Wir hoffen das in 1 oder 2 Wochen das Wetter wieder flugtauglich wird, dann sind wir wieder hier.


Genau hier:
S 30.67739° E 150.60800°

Die Links zu den Videos findet ihr ab sofort auf der rechten Seite, oben.

Viele Grüße Heike & Hartmut

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