Donnerstag, 8. September 2016

01.09.2016 - 07.09.2016

01.09.2016
Leider kein Flugwetter, es regnet ab und zu und der Wind ist zu stark. Schade, wir wären gerne nochmal mit den netten Fliegern hier am Rex Lookout geflogen.
Es geht weiter nach Etty Bay, da gibt es manchmal Helmkasuare zu sehen. Und tatsächlich, schon auf der Straße dahin haben wir die erste Begegnung mit diesem komischen Vogel. In aller Ruhe spaziert dieser (er kann nicht fliegen) neben oder vor unserem Auto her. Am Strand wartet schon der Nächste und der hat Appetit auf unsere Melone. Da die kräftigen Kasuare auch recht zudringlich werden können, wenn sie nicht bekommen was sie wollen, zeige ich ihm die Melone nur hinter dem Fenster - ätsch! Und da hämmert es auch schon gegen die Scheibe, dass ich denke sie geht kaputt.
Die Schlafplatzsuche gestaltet sich heute schwierig, wir finden etwas zwischen Eisenbahn und Highway, in einem kleinen Streifen Regenwald. Hier läuft ein Wettbewerb: "Wer ist am lautesten?". Straße, Eisenbahn oder Zikaden? Na gute Nacht!


02.09.2016
Es regnet wieder in der Nacht und die Trommel auf dem Autodach übertönt die Zikaden.
Etwas müde fahren wir weiter Richtung Süden und drehen eine kleine extra Runde zu einem Wasserfall. Es ist schwül warm und das kühle Wasser tut gut. Unterwegs wird überall am Straßenrand frisches Obst verkauft und wir kosten uns durch die exotischen Früchte. Am Nachmittag nehme ich mir das Auto vor, seit wir in der Werkstatt waren quietschen die Bremsen. Nach einem Tipp vom Mechaniker zu Hause versuche ich die Radbremszylinder zu reinigen, mal sehen ob es hilft.


03.09.2016
Meine Mühen von gestern waren ohne Erfolg, es quietscht immer noch. Egal, wir fahren weiter in die Berge, ca. 1000 m hoch, da ist die Temperatur angenehm und wir machen einen kleinen Spaziergang im Regenwald. Zum Übernachten fahren wir wieder ans Meer und finden einen schönen Platz direkt am Strand.


04.09.2016
Den Tag verbringen wir in Townsville (ca. 190.000 Einwohner). Interessant fanden wir das Museum, da wird die Geschichte des Schiffes Pandora erklärt.
Die Pandora hat die Welt umsegelt um die Meuterer der Bounty (den Film kennt ihr bestimmt) dingfest zu machen. Ein paar haben sie auch erwischt. Die Gefangenen wurden an Bord in einem fensterlosen Holzverschlag gesperrt (Büchse der Pandora). Das Schiff hatte unglaubliche 40.000 Liter Bier, Wein und Schnaps an Bord! Die Tagesration für einen Seemann war eine Gallone, = 4,55 Liter Bier pro Tag ! Vielleicht war das Leben an Bord lustiger als wir denken :-)
1791 krachte die Pandora auf das große Riff und sank. 89 Mann konnten sich mit vier kleinen Beibooten retten und über 1000 Meilen nach Timor segeln. Was für eine Geschichte, nur um ein paar Meuterer zu hängen.


05.09.2016
Heute war Wandertag. Für australische Verhältnisse eine lange Tour, 16 km!
Der Vorteil dieser langen Tour - wir sind die Einzigen die das machen und haben auch den schönen Wasserfall für uns allein. Der Nachteil - wir sind auch die Einzigen auf die sich die Mücken stürzen können. So schlimm wie heute war die Plage noch nie.


06.09.2016
Wir kommen nach Airlie Beach. Der Ausgangspunkt für Bootstouren auf die Whitesunday Islands, laut Reiseführer ein unbedingtes Muss. Ursprünglich wollten wir auch eine Tagestour machen, aber zwei Sachen schrecken uns ab: der touristische Rummel und der Preis für die Tour. Also müssen wir nicht ;-) 


07.09.2016
Wieder ein Wandertag. Nach rund 100 km Fahrt sind wir am Cape Hillsborough. Eine schöne Gegend um sich ein bisschen umzusehen. Wir sind ja schon ziemlich eingerostet, sitzen viel im Auto rum und wollen uns jetzt wieder auf Trapp bringen. Aber so richtig groß sind die Wanderungen nicht, Australien ist wohl nicht so das ideale Wanderland.
Das Wetter könnte auch langsam mal besser werden, es regnet ab und zu und der Wind bläst volle Pulle. Aber schön war es doch, wir konnten eine Menge Wasserschildkröten beobachten. Leider gibt es keine Fotos, der Wind auf der kleinen Beobachtungsplattform war dermaßen stark, das jeder Versuch verwackelt ist.
 

Viele Grüße Heike & Hartmut

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